17. Juni 2009

Lego Gesellschaftsspiele kommen vor Weihnachten

Lego GesellschaftspieleDas dänische Unternehmen Lego will künftig mit einem neuen Geschäftszweig aufwarten: Laut dem Lego-Chef Zentraleuropas sollen schon bald neuartige Lego Gesellschaftsspiele unter der Marke Lego erhältlich sein.

Die Neuigkeit hatte der Konzern auf der Spielwarenmesse in Nürnberg preisgegeben. Nach der Prüfung mehrerer Konzepte und einer zweijährigen Entwicklungszeit steht das Ergebnis nun fest. Mitgewirkt haben namhafte Tüftler, wie Deutschlands Spielepapst Reiner Knizia, der im Jahr 2008 die wichtigsten Spielepreise und das Spiel des Jahres mit der Konzeption der beliebten Gesellschaftsspiele „Keltis“ und „Wer war’s“ für sich gewinnen konnte.

Seit Jahren befindet sich der klassische Spielzeugmarkt in Deutschland in der Stagnation. Europas größter Spielwarenkonzern, Lego, hat nun beschlossen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und neue Trends zu setzen. Dirk Hausen, Verantwortlicher für das Lego-Geschäft in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südeuropa, betonte, dass die Erschließung neuer Wachstumsfelder nicht nur die Branche belebe, sondern auch maßgeblich zum Wachstum des Konzerns beitrage. Gemäß dem Motto „Wir trauen uns was“ bewegt sich Lego nun einen Schritt weit weg von reinem Konstruktionsspielzeug und steigt in den Markt der Gesellschaftsspiele ein – das erfolgreichste Spielesegment Europas. Die 10 Lego Spiele werden Criationary, Magikus, Minotaurus, Ramses Pyramid, Lava Dragon, Race 3000, Lunar Command, Monster 4, Pirate Code und Robo Champ heißen weiter Informationen über LEGO Brettspiele bei abspiel.de.

Der deutsche Marktführer, der 13,4 Prozent der Marktanteile für sich verbuchen kann, will ab August die ersten Gesellschaftsspiele der Marke Lego in die Läden bringen. Insgesamt sollen zehn Brettspiele auf den Markt kommen, die sich preismäßig zwischen 9,99 und 34,99 Euro bewegen werden. Im Jahr 2010 ist die weltweite Vermarktung der Lego-Spiele geplant.
Um den Bezug zu Lego herzustellen, muss das Spielebrett zunächst aus Noppensteinen zusammengebaut werden, um mit dem Speil beginnen zu können. Das Spielfeld kann nach Belieben immer wieder umgebaut werden, sodass nicht nur eine neue Optik, sondern auch neue Spielevarianten ausprobiert werden können. Der Umsatz bis Ende des Jahres 2009 soll nach Unternehmensangaben im „einstelligen Millionenbereich“ liegen. Der Konzern erwartet damit trotz Krisenzeiten ein Wachstum auf den deutschen Lego-Markt um rund zehn Prozent. Deutschland ist neben den USA der wichtigste Markt des dänischen Spielwarenproduzenten. Bereits im letzen Jahr konnte der Umsatz von Lego in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftete man 2008 ein Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich. Damit stellte Lego im letzten Jahr den einzigen großen Hersteller in Deutschland dar, der ein Wachstum zu verzeichnen hatte.

Der Lego-Konzern ist bereits seit 1932 aktiv und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu Europas größtem Spielwarenproduzenten. Das Sortiment wurde stets weiterentwickelt, wobei jedoch Steine von früher immer noch mit den Steinen von heute kompatibel sind. Neben den Legostein-Spielewelten entwickelte das Unternehmen zudem auch zahlreiche Lego-Computerspiele, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Legosteine wurden darüber hinaus für die Entwicklung von Filmen (so genannte „Brickfilme“) verwendet. Seit 1968 existieren auch Lego-Freizeitparks, die Groß und Klein in die bunte Legowelt entführen. Freizeitparks von Lego sind in Billund (Dänemark), in Windsor (England), Carlsbad (Kalifornien) sowie Günzburg (Deutschland) vertreten.

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